Der dritte Bauabschnitt beinhaltet den Neubau der B
169 zwischen dem Ende des zweiten Bauabschnittes am Bahnhof Seerhausen
und dem Ort Salbitz.
Das Planfeststellungsverfahren für den 3. Bauabschnitt
läuft immernoch. Ende 2009 fand der Erörterungstermin statt.
Auf Grund der Vorbehalte von BUND Sachsen, Grüne Liga Sachsen,
Landwirt Hartwig Kübler, Landwirt Thomas König und einigen
Anwohnern der geplanten Trasse wurden 2010 eine gesamte Vegetationsperiode
lang die Umweltauswirkungen des geplanten Bauabschnitts im ca. 80
Meter langen Bereich des Hahnefelder Speichers (FFH- und Vogelschutzgebiet)
erneut untersucht. Anfang 2011 stand fest, dass die Planungsbehörde
alle umweltrechtlichen Belange ausreichend berücksichtigt hat.
Allerdings wurden bei diesen Untersuchungen erhöhte Stickstoffeinträge
im Bereich des Hahnefelder Speichers festgestellt. Diese und die Möglichkeiten
der zukünftigen Verhinderung weiterer Einträge werden derzeit
in einem weiteren Untersuchungsverfahren untersucht. Bis Ende März
sollten Ergebnisse vorliegen. Da bis heute kein Ergebnis bekannt geworden
ist, scheint es diesbezüglich Schwierigkeiten zu geben.
Tatsache ist, dass die Felder rund um den Hahnefelder
Speicher durch den o.g. Landwirt Dr. Hartwig Kübler in einer
besonders erosionsverhindernden Art und Weise bearbeitet werden. Sie
werden nämlich nicht gepflügt, sondern lediglich gegrubbert.
Für diese vorbildliche Bodenbearbeitung wurde Landwirt Kübler
auch von irgend jemandem ausgezeichnet. Unbekannter Nachteil dieser
tollen Methode ist allerdings, dass das Unkraut, das beim Pflügen
einfach unter die Erde kommt und verrottet, beim Grubbern nicht verrottet
und mit Chemie bekämpft werden muss. Diese Chemie enthält
viel Stickstoff! Kein Wunder, dass der Stickstoffeintrag am Hahnefelder
Speicher so hoch ist. Da wird wohl die neue Straße keine Chance
haben, wenn an dem sensiblen FFH-Gebiet der Acker so umweltfreundlich
bearbeitet wird.
Die Chance auf einen Planfeststellungsbeschluss und
somit Baurecht tendiert also gegen Null.
Übrigens wird auf den Grundstücken des ausgezeichneten
Landwirts Dr. Hartwig Kübler im Moment eine neue Biogasanlage
geplant, deren Stickstoff-Ausstoß nach Aussage der Planungsunterlagen
"gegen Null" tendiert. Wenn da mal nicht der BUND aufmerksam
wird und was dagegen hat, in dem so sensiblen FFH-Gebiet.