Schon seit mehreren Jahrzehnten wird ein Neubau der
B169 zwischen Riesa und der Autobahn A14 bei Döbeln diskutiert
und geplant. Nach der politischen Wende in der DDR nahm die Planung
konkrete Gestalt an. Von 1991 bis 1998 wurde der Trassenverlauf einer
neuen B 169 im offiziellen Verfahren bestimmt. Es wurde eine Umweltverträglichkeitsstudie
durchgeführt und nach Anhöhrung aller Träger öffentlicher
Belange sowie einer öffentlichen Auslegung und Bürgerbeteiligung
die Variante 1 als Vorzugslösung festgelegt.
Der erste Bauabschnitt mit Elbbrücke in Riesa und
vierspuriger Trasse durch die Chemnitzer Hohle wurde 2001 fertiggestellt.
Im Jahr 2002 war die Planung für eine dreispurige Trasse von
Riesa bis Salbitz fertig. Interventionen dagegen und für eine
vierspurige Trasse sorgten dafür, dass eine vierspurige Trasse
neu geplant wurde.
2003 meldete der Freistaat Sachsen FFH-Gebiete nach
Brüssel, unter anderem das FFH-Gebeiet "Jahnatal",
durch welches nunmehr die geplante Bundesstraße führte.
2006 mussten dann noch Vogelschutzgebiete gemeldet werden, wozu u.a.
auch wieder unser Jahnatal herhalten musste. Das Schutzgebiet "Linkselische
Bachtäler" war geboren und wird nunmehr ebenfalls durch
die geplante Trasse geschnitten.
Nach langem Kampf konnte im August 2009 der erste Spatenstich
für den zweiten Bauabschnitt des Neubaus feierlich getätigt
werden. Ein Volksfest für die Region!