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| Kirchgemeinde
wirft Heimatverein raus |
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Es
scheint ein Kleinkrieg ausgebrochen zu sein: Dem Heimatverein
Seerhausen wurde der Zutritt zur Schlosskapelle untersagt.
Der
Grund ist ein offener Brief, den der Verein im Juni auf seiner
Internetpräsenz veröffentlichte. Darin prangert der
Heimatverein die Untätigkeit der Kirchgemeinde an. Denn es
stehe dramatisch um die Kapelle. „Das Dach könnte beim nächsten
Sturm sogar wegfliegen“, befürchtet der stellvertretende
Vereinsvorsitzende Dirk Zschoke. Deshalb
hatte der Verein gehofft, dass der Kirchenvorstand noch Fördergelder
aus dem Leader-Programm für das Jahr 2011 beantragen würde:
„Sie haben trotz eindringlichen Hinweises versäumt, zur Sitzung
des Koordinierungskreises der Lommatzscher Pflege einen Antrag
auf Förderung der Sanierung der Schloßkapelle Seer-hausen
einzureichen!“, heißt es im offenen Brief, mit dem der Verein
auf die Notwendigkeit, dass die Schlosskapelle schnellstens saniert
werden müsse, aufmerksam machen wollte.
Doch
die Kirchgemeinde habe den Brief vollkommen falsch aufgenommen,
bedauert Zschoke. „Leider wurde nicht einmal unser Engagement
der letzten Jahre gewürdigt.“ Stattdessen werden dem Verein
nun Falschdarstellungen und diskreditierende Aussagen vorgeworfen.
„Es
ist sehr ärgerlich, dass Rechtsanwälte eingeschaltet
wurden“, bedauert auch Oberkirchenrat Jörg am Rhein vom Regionalkirchenamt
Dresden, der die Vorwürfe des Heimatvereins Seerhausen prüft.
„Ich gehe davon aus, dass nichts versäumt wurde. Der zuständige
Baupfleger hatte immer ein Auge auf die Schlosskapelle.“
Diplom-Bauingenieur
Manfred Richter kann dem nur zustimmen. Er als Baupfleger schätze
die Situation der Kapelle nicht ganz so dramatisch ein wie der
Verein. Erste Ausbesserungsarbeiten am Dach wurden im August vorgenommen.
Des
Weiteren erklärt Richter, dass der Kirchenvorstand gar keine
Förderanträge einreichen konnte, weil die Finanzierung
noch nicht stand. Auch Elvira Grübler, Regionalmanagerin
des Koordinierungskreises im Leader-Gebiet Lommatzscher Pflege,
bestätigt, dass nur vollständige Anträge eingereicht
werden können. „Wir
wollten für nächstes Jahr die Sanierung anschieben“,
fährt Manfred Richter fort. Denn nach Reparaturen an den
Kirchen in Bloßwitz und Mautitz sei nun die Sanierung der
Schlosskapelle Seerhausen eine dringende Aufgabe. „Dazu erfolgten
bereits die erforderlichen Planungen und Abstimmungen mit der
Denkmalpflege.“
Insgesamt
würde die Sanierung etwa 150000Euro kosten, schätzt
Richter. Davon müsse die Kirche einen Eigenanteil von circa
50000 Euro selbst aufbringen. Derzeit arbeite die Kirchgemeinde
am Finanzierungsplan, der von der zuständigen Kirchenbehörde,
dem Regionalkirchenamt Dresden, abschließend geprüft
wird.
„Erst
nach Vorliegen der kirchlichen Genehmigung kann eine Finanzierungsbestätigung
seitens der Kirchenbehörde erfolgen, die Voraussetzung für
die Einreichung eines Förderantrages ist“, beschreibt Richter
den Vorgang. Ziel ist es, bis Ende des Jahres nun Fördergelder
zu beantragen, um eventuell eine Förderung aus dem Topf für
2012 zu erhalten. Für den Heimatverein scheint es jedoch
aussichtslos, dass die Kirchgemeinde für die Sanierung der
Schlosskapelle noch Leader-Gelder erhält. Denn das Budget
des Förderprogramms sei in den nächsten Jahren so klein,
dass der Koordinierungskreis eine Prioritätenliste beschlossen
habe, sagt Zschoke. Dabei hätten Kirchsanierungen nur noch
eine geringe Priorität.
Um
die Sanierungspläne vorantreiben zu können, muss zunächst
der Streit mit dem Heimatverein beigelegt werden, weiß Manfred
Richter: „Auch wenn es der Heimatverein gut meint, der Schlosskapelle
hilft das nicht.“ Deshalb hofft er, dass sich alle noch einmal
an einen Tisch setzen. Auch Oberkirchenrat Jörg am Rhein
kämpft dafür: „Der Superintendent und ich sind sehr
bemüht, in dieser Sache zu schlichten.“ Er verstehe beide
Seiten. Dennoch müsse schnell eine Lösung gefunden werden.
Auch
der Heimatverein Seerhausen sehnt eine Lösung herbei. Denn
2000 Euro Spendengelder warten noch auf ihren Einsatz. „Wenn nichts
passiert, müssen wir das Geld den Spendern zurückgeben“,
so Zschoke.
Antje
Meier [zurück]
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Zutritt
verboten: Dirk Zschoke vom Heimatverein Seerhausen steht vor verschlossenen
Türen. Er musste die Schlüssel zur Schlosskapelle an die
Kirchgemeinde Bloßwitz-Mautitz abgeben. Foto: Alexander Schröter
Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Bloßwitz-Mautitz
hat dem Heimatverein Seer-hausen, der sich seit 2003 um den Erhalt
der Schlosskapelle bemüht, den Zutritt zur Kapelle untersagt
und schaltete inzwischen auch Rechtsanwälte ein. Foto: Alexander
Schröter |
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| Mach’s
gut, Igelbande |
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Petrus
muss am gestrigen Freitag über Seerhausen gewacht haben.
Denn dunkle Wolken zogen über der Kita auf.
Die
Banner entlang der Hauptstraße in Seerhausen zeugen von
einem Kampf, den die Eltern der Kita-Kinder gegen die Gemeinde
verloren haben. Gestern besuchten die Sprösslinge zum letzten
Mal die Einrichtung.Es fließen Tränen bei Kindern,
Erziehern und Eltern. Die Stimmung ist gedrückt. Alle sind
traurig. Die Kindertagesstätte „Igelbande“ auf der Hauptstraße
in Seerhausen gibt es nun nicht mehr. So wollte es der Gemeinderat
Stauchitz per Beschluss. Was am Ende bleibt, sind Abschiedsworte
und Danksagungen – und jede Menge Tränen. Auch Gisela Möbius
ist zum Abschied gekommen. Betrübt erzählt sie, dass
sie eines der ersten Kinder in diesem Kindergarten war. Auch das
passende schwarz-weiß-Bild hat sie schnell zur Hand. 1954
war das.
57
Jahre später sind die Türen nun verschlossen. Kein Kindergeschrei
fliegt mehr durch die Räume. Stille ist eingezogen und Leben
aus Seerhausen ausgezogen. Da sind sich alle am letzten Tag einig.
„Die Kita brachte Leben ins Dorf und führte die Menschen
zusammen“, denkt Möbius traurig zurück. Die Kinder haben
bereits neue Kindergartenplätze, vor allem in Riesa, gefunden.
Auch die beiden Erzieherinnen kommen in den Kitas in Staucha und
Stauchitz unter. Mit nehmen sie zudem die Einrichtung, die auf
beide Kindereinrichtungen aufgeteilt wird. Noch vor einigen Wochen
kämpfte der Elternrat wie ein Löwe um ihr Junges. Transparente
wurden in ganz Seerhausen aufgehangen.Und
auch gestern hingen sie noch: „Rettet den Kindergarten“, „Mit
dem Aus der Kita stirbt unser Dorf“, „Tradition 1954-2011? – Kita
sucht dringend Träger“, schrie es in Richtung Obrigkeit.
Doch die hatte kein Gehör für die wütenden Eltern,
resümiert Nicole Wolff vom Elternrat.
Dabei
besuchten immer etwa 20 Kinder die Kita, schildert Wolff und bedauert:
„Wenn es wirklich nur am Geld gelegen hätte, hätten
wir eine Lösung gefunden.“ Vielmehr werde gemunkelt, dass
das Haus wohl schon verplant sei. Denn als die letzte Hausbewohnerin
starb, ging der Ärger vor drei Jahren eigentlich los, erklärt
sie weiter. „Wir vermuten, dass es den Kindergärten in Staucha
und Stauchitz ähnlich ergehen wird und stattdessen ein zentraler
Kindergarten in der Gemeinde neu gebaut wird.“ Doch das seien
alles nur Spekulationen, sagt Wolff.Antje Meier (sz) [zurück]
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Kreuz
der Schloßkapelle herabgestürzt |
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Der
Winter und der Zahn der Zeit sorgte leider dafür, dass das
Kreuz über dem Portal der Schloßkapelle seinen Stand
verlor und zur Erde stürzte. Vermutlich waren es die tauenden
Schneemassen, die dem Sandsteinkreuz aus dem Jahre 1879 den Garaus
machten. Die Mitglieder der Heimatgruppe Seerhausen bargen das Wahrzeichen
und waren froh, dass es auf den Sandweg gesfallen und somit nicht
in tausend Einzelteile zersprungen war. Nach Rücksprache mit
der Pfarrerin sorgte die Heimatgruppe Seerhausen dafür, dass
das Kreuz von einem Fachbetrieb wieder auf dem Portal angebracht
wurde. Steinmetzmeister Heischmann untersuchte das Kreuz und stellte
fest, der Sandstein ist so verwittert, es lohnt sich nicht, diesen
wieder aufzustellen. Er klebte die zerbrochenen Einzelteile wieder
zusammen und übergab das Kreuz der Heimatgruppe. Diese nutzte
die Gelegenheit, um das Kreuz zu vermessen und zu fotografieren
und stellte es sodann in der Kapelle unter, in der Hoffnung, dass
es bei der Sanierung der Kapelle mit erneuert werden kann. [zurück] |
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| Siebenter
Seerhausener Weihnachtsmarkt |
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Zum
nunmehr siebenten Seerhausener Weihnachtsmarkt hatte sich die
Heimatgruppe Seerhausen wieder einmal etwas Besonderes einfallen
lassen. Der bekannte Schauspieler Peter Sodann hatte sich zu einer
weihnachtlichen Buchlesung angekündigt. Diese sollte in der
"beheizten" Schloßkapelle stattfinden. Der Förderverein
Seerhausen hatte dafür extra eine originalgetreue Fotokopie
des mittlerweile seit Jahren aus der Kapelle entfernten Altars
anfertigen lassen. Leider fiel die Heizung aus, so dass die Lesung
kurzfristig in die Vereinsräume des Sportlerheims verlegt
werden mußte. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch,
es wurde eine wunderschöne Lesung, die viele interessierte
Besucher mit Spannung verfolgten.
Danach konnten alle Besucher das fertiggestellte Modell des Schlosses
von Seerhausen betrachten. Unser Holzspezialist R. Schneider hatte
innerhalb von einem Jahr eine originalgetreue Kopie des 1949 gesprengten
Schlosses in Holz angefertigt. Zum Weihnachtsmarkt wa-ren die
Zimmer des Schlosses sogar beleuchtet.
Bei Glühwein, Kräbbelchen und Bratwurst hatten wir doch
wieder einen wunderschönen und familiären Weihnachtsabend
in Seerhausen. [zurück]
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| Heimatgruppe
Seerhausen will Schloßkapelle sanieren |
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Für
das Jahr 2010 hat sich die Heimatgruppe Seerhausen gemeinsam mit
der Kirchgemeinde Bloßwitz vorgenommen, die Dacheindeckung
zu erneuern sowie das Sandsteinportal zu restaurieren. Das Dach
wurde in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zuletzt neu
gedeckt. Damals war das Dach in einem sehr schlechten Zustand
und der noch vorhandenen Glockenturm war nicht mehr zu retten,
so dass der durch die jetzt noch vorhandene goldene Kugel ersetzt
wurde. Das Sandsteinportal stammt offensichtlich aus der Zeit
der letzten größeren Renovierung um das Jahr 1878 unter
Freiherrn Karl v. Fritsch (1837-1927) und wurde, dem Zustand nach
zu urteilen, noch nie renoviert.
Es
gäbe zwar im Innern der Kapelle auch dringend notwendige
Arbeiten zu erledigen (das Leinwandbild von 1677 zerfällt
momentan in seine Bestandteile), allerdings sind im Moment keinerlei
Fördermittel für solche Arbeiten aufzutreiben.
Für
die Dacheindeckung und die Sanierung des Portals gibt es, wenn
alles klappt, 75 % Förderung aus dem Topf der LEADER-Förderung.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf geschätzte
41.000 Euro, so dass es noch einen gewaltigen Anteil an Eigenmitteln
zu besorgen gilt. Alle Einwohner und Freunde Seerhausens sind
aufgerufen, mit einer kleinen (oder großen) Spende mitzuhelfen,
dass die Heimatgruppe Seerhausen die notwendigen Eigenmittel für
die Sanierung der Schloßkapelle zusammenbekommt. Lesen Sie
auch den Spendenaufruf der Heimatgruppe! [zurück]
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| Schlossmodell
fast fertig |
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| Es
sind die vielen Details, wie beispielsweise die einzelnen Säulen
der Geländer und die Verzierungen, die nun noch eingearbeitet
werden müssen. Zudem wird bei einigen Fenstern noch durchsichtige
Folie, die das Fensterglas andeutet, eingefügt. Diese Arbeiten
erfordern viel Fingerspitzengefühl.
Zwar
haben mehrere Bekannte Modellbauer Reinhard Schneider ihre Hilfe
beim Bau des Schlossmodells angeboten haben. „Aber ich wollte
das nicht, da ich nicht über entsprechende Räumlichkeiten
verfüge“, erklärt der Stauchitzer.
Sobald
die Arbeiten an dem Seerhausener Modell abgeschlossen sind, soll
es von innen beleuchtet werden. „Man soll den Eindruck haben,
als ob noch Leben in dem Schloss sei“, schmunzelt Reinhard Schneider.
Er
hofft, dass er mit den Feinarbeiten bis zum Sommer fertig wird.
„Dann sind die Menschen wieder unterwegs und schauen sich vielleicht
das Schlossmodell in den Räumen der Seerhausener Heimatgruppe
an“, erklärt der 67-Jährige. Das Modell soll auf einer
drehbaren Holzplatte montiert werden, damit es von allen Seiten
betrachtet werden kann. Die Sperrholzplatten sind durch einen
Holzrahmen miteinander verbunden.
Die
Schlossminiatur entstand im Maßstab 1 zu 50. Als Vorlage
dienen Fotos und eine Bauzeichnung von Dirk Zschoke, dem Vorsitzenden
des Fördervereins Seerhausen im Jahnatal e.V. Er hat in Kleinstarbeit
die Bilddokumente in eine Zeichnung übertragen.
Reinhard
Schneider baut seit April 2009 an dem Modell. „Es ist wichtig,
dass die Kultur unserer Region erhalten bleibt. Und ich habe jetzt
Zeit, meinen Teil dazu beizutragen“, so der gebürtige Seerhausener.
Er kennt das Schloss noch aus seiner Kindheit. Als es 1949 gesprengt
wurde, war er sechs Jahre alt. Auch Dirk Zschoke ist beeindruckt
von dem detailgetreuen Modell des Schlosses. Reinhard Schneider
wünscht sich, dass das Modell ähnliche Reaktionen bei
künftigen Besuchern auslöst. A. Hoppstock, 24. März
2010 (Sächsische Zeitung) [zurück]

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| Das
Palais der Blumen im Großen Garten - mit Seerhausener Kunst |
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Im
Palais im Großen Garten in Dresden endete eine Floristikschau,
zu der 27000 Pflanzen erblühten und in der die Plastiken
aus dem Seerhausener Schloßpark eine nicht unwesentliche
Rolle spielten.
Blühende Landschaften im Sommerpalais des Großen Gartens:
Die Floristikschau "Dresdner Frühling im Palais"
schloß am 14. März ihre Pforten. Wenn sich der Winter
draußen schon nicht vertreiben lässt, so die Idee der
Veranstalter, sollen Besucher wenigstens im barocken Ambiente
des Hauses auf Frühlingsgedanken kommen.
Barock
war auch das Thema der Ausstellung. Die Besucher sollten zu Reisenden
werden, die sich durch eine Gartenlandschaft des 17. und 18.Jahrhunderts
bewegen. Entworfen wurde alles von der Dresdner Landschaftsarchitektin
Angela Schüler. Sie gab jedem Raum ein eigenes Thema, das
durch Akustik, Farb- und Lichtspiele charakterisiert wird. Außerdem
symbolisierte die Reihenfolge der Räume die verschiedenen
Stationen der Reise.
Sie begann mit einem Besuch am anmutigen Glasperlensee. Der war
mit Uferpflanzen, bewachsenen Skulpturen und einer großzügigen
Tulpenwiese geschmückt. Als Nächstes ging es im Göttersaal
mit einem Vulkan heiß her. Die blütenweiße Azaleengrotte
des Frühlingsgottes Apollon bot die nötige Abkühlung.
Nach einer schummrigen Vollmondnacht begann mit dem Morgenrot
von Hyazinthen und Narzissen der zweite Reisetag im Obergeschoss.
Hier erlebte der Besucher einen bezaubernden Frühlingstag
in einem typisch barocken Garten. Da durfte natürlich auch
ein Springbrunnen im Zentrum nicht fehlen. Beendet wurde die Reise
mit einem üppigen floristischen Bankett. Angela Schüler
ließ sich für ihre Ausstellung vom typisch barocken
Stil des Großen Gartens inspirieren. "Das florale Design
des Palais schrie mich förmlich an, hier etwas zu machen",
sagt die 46-Jährige. Es ist ihre erste Hallenausstellung.
Doch als bloße Halle sah sie das Palais keineswegs. Deshalb
versuchte sie, eine Einheit von Ausstellung und dem alten Charme
des Palais zu finden.

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Eine
der barocken Vasen aus dem Schloßpark von Seerhausen war
Teil der Ausstellung.
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Rund
27000 Pflanzen waren zur Frühlingsausstellung zu bewundern.
Die meisten davon wurden im Herbst in verschiedenen Gärtnereien
gepflanzt, damit sie pünktlich zu Ausstellungsbeginn blühen.
Durch den langen Winter konnten allerdings viele der bestellten
Blumen nicht geliefert werden. So musste umgeplant und auf andere
Gewächse zurückgegriffen werden. Aufgebaut wurde alles
innerhalb von drei Tagen. Insgesamt 36 Gartenbaubetriebe waren
daran beteiligt, die etwa 1700 Quadratmeter große Fläche
zu schmücken. Veranstalter war der Landesverband Gartenbau
Sachsen e.V.
Das Sommerpalais wurde 1683 von Johann Georg Starcke als Lusthaus
für den Dresdner Hof erbaut. 1828 fand hier die erste Blumen-
und Früchteschau statt, die viele weitere Pflanzenausstellungen
mit sich zog. Besonders zu DDR-Zeiten herrschte hier Hochkonjunktur.
Im Saal des Apollon führten übrigens die vier Sandsteinhermen
aus dem Schloßpark Seerhausen die Regie. Umrahmt von weißen
Azaleen und mit blauem Licht umspielt sorgten sie für die
notwendige Stimmung in der barocken Grotte. Bleibt zu wünschen,
dass diese Kunstwerke gemeinsam mit dem Chronos von Balthasar
Permoser zukünftig wieder ihren Weg in den Schloßpark
von Seerhausen finden. [zurück]
Eine
der vier Hermen aus unserem Schloßpark, die den Saal des
Apollon schmückten. Die abgebildete Herme stammt aus der
zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und wird Gottfried Knöffler
(1715-1779) zugeschrieben. Wer mit dieser Herme dargestellt wird,
ist nicht sicher, Wissenschaftler sind der Meinung, dass das Gesicht
Ähnlichkeit mit Bildnissen des griechischen Komödiendichters
Menander aufweist.
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Arnos
Bierstübel eröffnet!
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Am
5. Februar hat "Arnos Bierstübel" in der ehemaligen
Parkgaststätte eröffnet. Wir wünschen alles Gute
und immer ein volles Haus! |
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Lagerfeuer
und Nachtturnier des SV Seerhausen |
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Am
Freitag, den 22. Januar 2010, erlebte der Ort Seerhausen anlässlich
der 840. Jahresfeier die ersten beiden Höhepunkte in diesem
Jahr. Durch den SV Seerhausen wurde ein Lagerfeuer (Verbrennung
der Seerhausener Weihnachtsbäume) sowie ein Nachtturnier mit
mehreren Fußballmannschaften organisiert. Das Interesse an
beiden Veranstaltungen war "überraschend" groß.
Im Vorfeld meldeten sich 12 Freizeitmannschaften an. Es konnte aber
nur 6 Mannschaften die |
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Teilnahme
zugesagt werden, da auf Kleinfeld (Flutlicht) gespielt wurde. Zum
Leidwesen der andern interessierten Mannschaften sagte dann aber
die Mannschaft des SV Stauchitz noch ab, aber es war bereits zu
spät für die Planung. Somit wurde das Turnier mit 5 Mannschaften
durchgeführt. Souveräner Sieger des Turniers wurde die
Mannschaft aus Canitz. Sie gewann alle ihre Spiele. Die anderen
teilnehmenden Mannschaften hatten am Turnierende jeweils 4 Punkte
auf ihrem Konto. Deshalb musste am Schluss die Tordifferenz bzw.
das Spiel gegeneinander entscheiden. Der SV Seerhausen siegte im
letztem Spiel mit 1 : 0 gegen die AH des TSV Stahl Riesa und wurde
dadurch Turnierzweiter. Die AH des TSV Stahl Riesa erreichte den
dritten Platz. Vierter wurde die Mannschaft "Pille Palle".
Auf Grund der meisten Gegentreffer wurde die Mannschaft "Kaufhalle"
aus Riesa leider nur fünfter.
Die Austragung dieses Turniers stand noch bis 10 Uhr des 22. Januar
auf Grund der Platzverhältnisse in Frage. Doch mit Hilfe der
eingesetzten Technik von Jürgen Leuschke wurde der Platz "bespielbar"
gemacht.
Am Ende des Turniers erhielt jede teilnehmende Mannschaft einen
Pokal. Diese Pokale wurden durch Frank Kirbach aus Seerhausen gesponsert.
Des weiteren wurden die drei besten Torschützen (alle 3 Torschützen
waren aus der Mannschaft von Canitz) ausgezeichnet. Für den
besten Torschützen gab es einen Gutschein für 2 Eintrittskarten
für die Eishockeymannschaft der "Lausitzer Füchse".
Die beiden anderen Torschützen erhielten eine "gute Flasche"
Rotwein aus der Pension "U Studny" aus Harrachov/Tschechien.
Im Rahmen bzw. als Ergebnis der beiden durchgeführten Veranstaltungen
wurde der "Igelbande" aus dem Kindergarten von Seerhausen
durch den Sportverein ein Betrag in Höhe von 100,00
überreicht.
Auf Grund der großen Resonanz plant der SV Seerhausen diese
beiden Veranstaltungen auch in den kommenden Jahren wieder durchzuführen.
Peter Rosenkranz
Abt.-Leiter Fußball [zurück] |
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6.
Weihnachtsmarkt an der Schloßkapelle |
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Da
die Vorsitzende der Heimatgruppe Seerhausen kurz vor Jahresende
2009 das "Handtuch warf" und den Verein verließ
sowie weitere Mitglieder den Verein verlassen wollten, stand die
Durchführung des Weihnachtsmarktes auf der "Kippe".
Durch Initiative eines langjährigen Mitgliedes der Heimatgruppe
wurden mehrere Gespräche mit ehemaligen Mitgliedern der Heimatgruppe
sowie dem SV Seerhausen geführt, damit diese Veranstaltung
und somit auch die Tradition weiter geführt werden. |
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Der
Weihnachtsmarkt an der Schlosskapelle war dann wieder einmal der
letzte "Höhepunkt" im Jahr 2009 für den kleinen
Ort Seerhausen. Viele Einwohner von Seerhausen und den umliegenden
Ortschaften besuchten unseren Markt. Bei Glühwein, Bratwurst
und "Kräppelchen" konnte man dann mal wieder miteinander
"quatschen". Des weiteren nutzen mehrere Besucher die
letzte Gelegenheit, kleine Geschenke für das Weihnachtsfest
zu erwerben. Somit waren sich am Schluss alle einig, dass man sich
beim 7.Weihnachtsmarkt im Jahr 2010 wieder treffen sollte.
Im Rahmen der Auswertung sowie des Ergebnisses des durchgeführten
Weihnachtsmarktes und in Richtung des weiteren Bestehens der Heimatgruppe
Seerhausen traten ehemalige Mitglieder wieder in den Verein ein.
Nochmals ein Dankeschön für die Unterstützung des
Weihnachtsmarktes an die Fußballer und Fußballerinnen
Sindy Zimm, Göran Schulze, Dagmar und Frank Kulas, Andrea Rosenkranz
sowie Gisela Schumann und Ruth Gasch und alle Mitglieder der Heimatgruppe
Seerhausen e.V.
Peter Rosenkranz [zurück] |
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| Weihnachtsfeier
der Igelbande in der Traditionsschmiede Seerhausen |
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Wie
schon im letzten Jahr machten wir uns am 22. Dezember auf den Weg,
den Weihnachtsmann zu suchen. Vorbei an vielen geschmückten
Häusern in unserem Dorf klopften wir als erstes bei der Feuerwehr.
Doch keiner öffnete uns. Weiter ging's - und gar nicht weit
- gleich nebenan öffnete sich die Tür zur Schmiede. Dort
erwartete uns schon Eberhard Gruhle. Er zeigte uns als erstes sein
Handwerk und schmiedete für die "Igelbande" ein tolles
Herz. Staunende Blicke aus 17 Paar Kinderaugen waren ihm dafür
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gewiss.
Nach der Vorführung am offenen Schmiedefeuer bekamen unsere
rotbezipfelten Kinder Besuch vom Weihnachtsmann. Dieser brachte
für alle Geschenke mit. Im neuen Jahr können wir uns nun
beim ersten Saunabesuch mit neuen Massagerollern richtig verwöhnen.
Als Abschluss ließen wir uns am gedeckten Kaffeetisch noch
leckere Plätzchen und Kräppelchen schmecken. Vielen Dank
Familie Schindler, dem Förderverein Seerhausen, Herrn Gruhle
und natürlich dem Weihnachtsmann, für die gelungene Feier.
Heike Sorgatz und Ilka Grünberg [zurück] |
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Die
Kinder der Kita "Igelbande Seerhausen" überraschen
Omas und Opas |
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Für
den 23. November hatten die Kinder und Erzieher der Igelbande wieder
zum traditionellen Oma-Opa-Tag eingeladen. Die Kinder studierten
ein buntes Programm mit Tanz, Spiel und Gesang ein und gaben sich
große Mühe bei der Aufführung. Die kleinen "Künstler"
eroberten sich mit ihren lustigen Darbietungen die Herzen der Großeltern.
Nach dem Programm überreichten die Mädchen und Jungen
voller Stolz ein selbst gebasteltes Geschenk. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken
kam eine gemütliche, |
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| vorweihnachtliche
Stimmung auf.
Den
Erzieherinnen Frau Grünberg und Frau Sorgatz möchten
wir für die tolle Gestaltung des Oma-Opa-Tages recht herzlich
danken. Ihnen ist es gelungen, alle Kinder im Alter von zwei bis
sechs Jahren in das Programm mit einzubeziehen, das war sicherlich
keine leichte Aufgabe. In diesem Zusammenhang möchten wir
erwähnen, dass die Erzieherinnen beispielhaft im Laufe des
gesamten Jahres 2009 einen großen Beitrag für die frühkindliche
Bildung und Erziehung unserer Enkelkinder geleistet haben. Das
wurde deutlich bei dem Portfolio der durchgeführten Projekte,
z.B. das Erkunden unserer Dorfes und der Tier- und Pflanzenarten
des Jahnatals. Wir wünschen für das Jahr 2010 viele
kreative Ideen, interessante Projekte und Spaß und Freude
bei der Umsetzung.
Gisela
Möbius, Rosemarie Gühne [zurück]
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| Neben
der Trasse der neuen B 169 bei Seerhausen und Groptitz fanden Dresdner
Archäologen Spuren aus der Bronzezeit. |
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Spektakulär
seien die Befunde, die Archäologen entlang des zweiten Bauabschnittes
der Bundesstraße 169 zwischen Riesa und Seerhausen fanden.
Das meinte Grabungsleiter Michael Strobel vom Dresdner Landesamt
für Archäologie. Seit Anfang August untersuchten er und
sechs Mitarbeiter den Untergrund der Straße. Bis vergangene
Woche buddelten sie vorrangig Keramikgefäße und -scherben
aus der Bronzezeit aus. "Alles andere erhält sich nicht
über die lange Zeit", sagte Strobel. Holzpflüge,
Knochen, oder Kleidungsstücke würden schon längst
zerfallen sein. |
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Die
Fundstücke seien etwa 3000 Jahre alt und werden gerade im
Dresdner Institut gereinigt und untersucht und in den nächsten
Monaten ausgewertet. Das Besondere an den Funden sei, so Stro-bel,
dass sie eindeutig bestimmte Siedlungsmuster der Menschen in der
Bronzezeit widerspiegelten. Anhand der Fundstücke und Bodenverfärbungen
könne man auf die damaligen Wohnhäuser schließen.
"Die
Menschen lebten kleinräumig konzentriert auf Gehöften,
sogenannten Weilern", sagte Strobel. Das sind Siedlungen
mit wenigen Gebäuden. Dies schlossen sie aus den verschieden
gefärbten Böden, die Rückstände uralter Holzpfähle
und Müllgruben mit Keramiken enthielten. Diese Weiler fanden
sie im Abstand von 400 bis 600 Metern zueinander. Ein Zeichen
dafür, dass die Menschen damals die Weiler verließen
und in die Nachbarschaft zogen, wenn sie die nahen Weiden und
Äcker abgewirtschaftet hatten und das Brennholz zur Neige
ging. Und
noch eine Besonderheit der Bronzezeit zeigte sich. Von etwa 1200
bis 500 vor Christus siedelten die Menschen auch flussfern zwischen
Döllnitz und Jahna. Das große Bevölkerungswachstum
damals zwang sie auch zu diesen unwirtlicheren Wohnplätzen.
Das wisse man von anderen Grabungen in Sachsen, so Strobel.
K.
Deider, 23. Dezember 2009, (Sächsische Zeitung) [zurück]
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