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Presse und Aktuelles
Kirchgemeinde wirft Heimatverein raus

Es scheint ein Kleinkrieg ausgebrochen zu sein: Dem Heimatverein Seerhausen wurde der Zutritt zur Schlosskapelle untersagt.

Der Grund ist ein offener Brief, den der Verein im Juni auf seiner Internetpräsenz veröffentlichte. Darin prangert der Heimatverein die Untätigkeit der Kirchgemeinde an. Denn es stehe dramatisch um die Kapelle. „Das Dach könnte beim nächsten Sturm sogar wegfliegen“, befürchtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende Dirk Zschoke. Deshalb hatte der Verein gehofft, dass der Kirchenvorstand noch Fördergelder aus dem Leader-Programm für das Jahr 2011 beantragen würde: „Sie haben trotz eindringlichen Hinweises versäumt, zur Sitzung des Koordinierungskreises der Lommatzscher Pflege einen Antrag auf Förderung der Sanierung der Schloßkapelle Seer-hausen einzureichen!“, heißt es im offenen Brief, mit dem der Verein auf die Notwendigkeit, dass die Schlosskapelle schnellstens saniert werden müsse, aufmerksam machen wollte.

Doch die Kirchgemeinde habe den Brief vollkommen falsch aufgenommen, bedauert Zschoke. „Leider wurde nicht einmal unser Engagement der letzten Jahre gewürdigt.“ Stattdessen werden dem Verein nun Falschdarstellungen und diskreditierende Aussagen vorgeworfen.

„Es ist sehr ärgerlich, dass Rechtsanwälte eingeschaltet wurden“, bedauert auch Oberkirchenrat Jörg am Rhein vom Regionalkirchenamt Dresden, der die Vorwürfe des Heimatvereins Seerhausen prüft. „Ich gehe davon aus, dass nichts versäumt wurde. Der zuständige Baupfleger hatte immer ein Auge auf die Schlosskapelle.“

Diplom-Bauingenieur Manfred Richter kann dem nur zustimmen. Er als Baupfleger schätze die Situation der Kapelle nicht ganz so dramatisch ein wie der Verein. Erste Ausbesserungsarbeiten am Dach wurden im August vorgenommen. Des Weiteren erklärt Richter, dass der Kirchenvorstand gar keine Förderanträge einreichen konnte, weil die Finanzierung noch nicht stand. Auch Elvira Grübler, Regionalmanagerin des Koordinierungskreises im Leader-Gebiet Lommatzscher Pflege, bestätigt, dass nur vollständige Anträge eingereicht werden können. „Wir wollten für nächstes Jahr die Sanierung anschieben“, fährt Manfred Richter fort. Denn nach Reparaturen an den Kirchen in Bloßwitz und Mautitz sei nun die Sanierung der Schlosskapelle Seerhausen eine dringende Aufgabe. „Dazu erfolgten bereits die erforderlichen Planungen und Abstimmungen mit der Denkmalpflege.“

Insgesamt würde die Sanierung etwa 150000Euro kosten, schätzt Richter. Davon müsse die Kirche einen Eigenanteil von circa 50000 Euro selbst aufbringen. Derzeit arbeite die Kirchgemeinde am Finanzierungsplan, der von der zuständigen Kirchenbehörde, dem Regionalkirchenamt Dresden, abschließend geprüft wird.

„Erst nach Vorliegen der kirchlichen Genehmigung kann eine Finanzierungsbestätigung seitens der Kirchenbehörde erfolgen, die Voraussetzung für die Einreichung eines Förderantrages ist“, beschreibt Richter den Vorgang. Ziel ist es, bis Ende des Jahres nun Fördergelder zu beantragen, um eventuell eine Förderung aus dem Topf für 2012 zu erhalten. Für den Heimatverein scheint es jedoch aussichtslos, dass die Kirchgemeinde für die Sanierung der Schlosskapelle noch Leader-Gelder erhält. Denn das Budget des Förderprogramms sei in den nächsten Jahren so klein, dass der Koordinierungskreis eine Prioritätenliste beschlossen habe, sagt Zschoke. Dabei hätten Kirchsanierungen nur noch eine geringe Priorität.

Um die Sanierungspläne vorantreiben zu können, muss zunächst der Streit mit dem Heimatverein beigelegt werden, weiß Manfred Richter: „Auch wenn es der Heimatverein gut meint, der Schlosskapelle hilft das nicht.“ Deshalb hofft er, dass sich alle noch einmal an einen Tisch setzen. Auch Oberkirchenrat Jörg am Rhein kämpft dafür: „Der Superintendent und ich sind sehr bemüht, in dieser Sache zu schlichten.“ Er verstehe beide Seiten. Dennoch müsse schnell eine Lösung gefunden werden.

Auch der Heimatverein Seerhausen sehnt eine Lösung herbei. Denn 2000 Euro Spendengelder warten noch auf ihren Einsatz. „Wenn nichts passiert, müssen wir das Geld den Spendern zurückgeben“, so Zschoke.

Antje Meier [zurück]

Zutritt verboten: Dirk Zschoke vom Heimatverein Seerhausen steht vor verschlossenen Türen. Er musste die Schlüssel zur Schlosskapelle an die Kirchgemeinde Bloßwitz-Mautitz abgeben. Foto: Alexander Schröter
Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Bloßwitz-Mautitz hat dem Heimatverein Seer-hausen, der sich seit 2003 um den Erhalt der Schlosskapelle bemüht, den Zutritt zur Kapelle untersagt und schaltete inzwischen auch Rechtsanwälte ein. Foto: Alexander Schröter
 

Mach’s gut, Igelbande

Petrus muss am gestrigen Freitag über Seerhausen gewacht haben. Denn dunkle Wolken zogen über der Kita auf.

Die Banner entlang der Hauptstraße in Seerhausen zeugen von einem Kampf, den die Eltern der Kita-Kinder gegen die Gemeinde verloren haben. Gestern besuchten die Sprösslinge zum letzten Mal die Einrichtung.Es fließen Tränen bei Kindern, Erziehern und Eltern. Die Stimmung ist gedrückt. Alle sind traurig. Die Kindertagesstätte „Igelbande“ auf der Hauptstraße in Seerhausen gibt es nun nicht mehr. So wollte es der Gemeinderat Stauchitz per Beschluss. Was am Ende bleibt, sind Abschiedsworte und Danksagungen – und jede Menge Tränen. Auch Gisela Möbius ist zum Abschied gekommen. Betrübt erzählt sie, dass sie eines der ersten Kinder in diesem Kindergarten war. Auch das passende schwarz-weiß-Bild hat sie schnell zur Hand. 1954 war das.

57 Jahre später sind die Türen nun verschlossen. Kein Kindergeschrei fliegt mehr durch die Räume. Stille ist eingezogen und Leben aus Seerhausen ausgezogen. Da sind sich alle am letzten Tag einig. „Die Kita brachte Leben ins Dorf und führte die Menschen zusammen“, denkt Möbius traurig zurück. Die Kinder haben bereits neue Kindergartenplätze, vor allem in Riesa, gefunden. Auch die beiden Erzieherinnen kommen in den Kitas in Staucha und Stauchitz unter. Mit nehmen sie zudem die Einrichtung, die auf beide Kindereinrichtungen aufgeteilt wird. Noch vor einigen Wochen kämpfte der Elternrat wie ein Löwe um ihr Junges. Transparente wurden in ganz Seerhausen aufgehangen.Und auch gestern hingen sie noch: „Rettet den Kindergarten“, „Mit dem Aus der Kita stirbt unser Dorf“, „Tradition 1954-2011? – Kita sucht dringend Träger“, schrie es in Richtung Obrigkeit. Doch die hatte kein Gehör für die wütenden Eltern, resümiert Nicole Wolff vom Elternrat.

Dabei besuchten immer etwa 20 Kinder die Kita, schildert Wolff und bedauert: „Wenn es wirklich nur am Geld gelegen hätte, hätten wir eine Lösung gefunden.“ Vielmehr werde gemunkelt, dass das Haus wohl schon verplant sei. Denn als die letzte Hausbewohnerin starb, ging der Ärger vor drei Jahren eigentlich los, erklärt sie weiter. „Wir vermuten, dass es den Kindergärten in Staucha und Stauchitz ähnlich ergehen wird und stattdessen ein zentraler Kindergarten in der Gemeinde neu gebaut wird.“ Doch das seien alles nur Spekulationen, sagt Wolff.Antje Meier (sz) [zurück]


Kreuz der Schloßkapelle herabgestürzt
Der Winter und der Zahn der Zeit sorgte leider dafür, dass das Kreuz über dem Portal der Schloßkapelle seinen Stand verlor und zur Erde stürzte. Vermutlich waren es die tauenden Schneemassen, die dem Sandsteinkreuz aus dem Jahre 1879 den Garaus machten. Die Mitglieder der Heimatgruppe Seerhausen bargen das Wahrzeichen und waren froh, dass es auf den Sandweg gesfallen und somit nicht in tausend Einzelteile zersprungen war. Nach Rücksprache mit der Pfarrerin sorgte die Heimatgruppe Seerhausen dafür, dass das Kreuz von einem Fachbetrieb wieder auf dem Portal angebracht wurde. Steinmetzmeister Heischmann untersuchte das Kreuz und stellte fest, der Sandstein ist so verwittert, es lohnt sich nicht, diesen wieder aufzustellen. Er klebte die zerbrochenen Einzelteile wieder zusammen und übergab das Kreuz der Heimatgruppe. Diese nutzte die Gelegenheit, um das Kreuz zu vermessen und zu fotografieren und stellte es sodann in der Kapelle unter, in der Hoffnung, dass es bei der Sanierung der Kapelle mit erneuert werden kann. [zurück]

Siebenter Seerhausener Weihnachtsmarkt

Zum nunmehr siebenten Seerhausener Weihnachtsmarkt hatte sich die Heimatgruppe Seerhausen wieder einmal etwas Besonderes einfallen lassen. Der bekannte Schauspieler Peter Sodann hatte sich zu einer weihnachtlichen Buchlesung angekündigt. Diese sollte in der "beheizten" Schloßkapelle stattfinden. Der Förderverein Seerhausen hatte dafür extra eine originalgetreue Fotokopie des mittlerweile seit Jahren aus der Kapelle entfernten Altars anfertigen lassen. Leider fiel die Heizung aus, so dass die Lesung kurzfristig in die Vereinsräume des Sportlerheims verlegt werden mußte. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, es wurde eine wunderschöne Lesung, die viele interessierte Besucher mit Spannung verfolgten.
Danach konnten alle Besucher das fertiggestellte Modell des Schlosses von Seerhausen betrachten. Unser Holzspezialist R. Schneider hatte innerhalb von einem Jahr eine originalgetreue Kopie des 1949 gesprengten Schlosses in Holz angefertigt. Zum Weihnachtsmarkt wa-ren die Zimmer des Schlosses sogar beleuchtet.
Bei Glühwein, Kräbbelchen und Bratwurst hatten wir doch wieder einen wunderschönen und familiären Weihnachtsabend in Seerhausen.
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Heimatgruppe Seerhausen will Schloßkapelle sanieren

Für das Jahr 2010 hat sich die Heimatgruppe Seerhausen gemeinsam mit der Kirchgemeinde Bloßwitz vorgenommen, die Dacheindeckung zu erneuern sowie das Sandsteinportal zu restaurieren. Das Dach wurde in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zuletzt neu gedeckt. Damals war das Dach in einem sehr schlechten Zustand und der noch vorhandenen Glockenturm war nicht mehr zu retten, so dass der durch die jetzt noch vorhandene goldene Kugel ersetzt wurde. Das Sandsteinportal stammt offensichtlich aus der Zeit der letzten größeren Renovierung um das Jahr 1878 unter Freiherrn Karl v. Fritsch (1837-1927) und wurde, dem Zustand nach zu urteilen, noch nie renoviert.

Es gäbe zwar im Innern der Kapelle auch dringend notwendige Arbeiten zu erledigen (das Leinwandbild von 1677 zerfällt momentan in seine Bestandteile), allerdings sind im Moment keinerlei Fördermittel für solche Arbeiten aufzutreiben.

Für die Dacheindeckung und die Sanierung des Portals gibt es, wenn alles klappt, 75 % Förderung aus dem Topf der LEADER-Förderung. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf geschätzte 41.000 Euro, so dass es noch einen gewaltigen Anteil an Eigenmitteln zu besorgen gilt. Alle Einwohner und Freunde Seerhausens sind aufgerufen, mit einer kleinen (oder großen) Spende mitzuhelfen, dass die Heimatgruppe Seerhausen die notwendigen Eigenmittel für die Sanierung der Schloßkapelle zusammenbekommt. Lesen Sie auch den Spendenaufruf der Heimatgruppe! [zurück]


Schlossmodell fast fertig
Es sind die vielen Details, wie beispielsweise die einzelnen Säulen der Geländer und die Verzierungen, die nun noch eingearbeitet werden müssen. Zudem wird bei einigen Fenstern noch durchsichtige Folie, die das Fensterglas andeutet, eingefügt. Diese Arbeiten erfordern viel Fingerspitzengefühl.

Zwar haben mehrere Bekannte Modellbauer Reinhard Schneider ihre Hilfe beim Bau des Schlossmodells angeboten haben. „Aber ich wollte das nicht, da ich nicht über entsprechende Räumlichkeiten verfüge“, erklärt der Stauchitzer.

Sobald die Arbeiten an dem Seerhausener Modell abgeschlossen sind, soll es von innen beleuchtet werden. „Man soll den Eindruck haben, als ob noch Leben in dem Schloss sei“, schmunzelt Reinhard Schneider.

Er hofft, dass er mit den Feinarbeiten bis zum Sommer fertig wird. „Dann sind die Menschen wieder unterwegs und schauen sich vielleicht das Schlossmodell in den Räumen der Seerhausener Heimatgruppe an“, erklärt der 67-Jährige. Das Modell soll auf einer drehbaren Holzplatte montiert werden, damit es von allen Seiten betrachtet werden kann. Die Sperrholzplatten sind durch einen Holzrahmen miteinander verbunden.

Die Schlossminiatur entstand im Maßstab 1 zu 50. Als Vorlage dienen Fotos und eine Bauzeichnung von Dirk Zschoke, dem Vorsitzenden des Fördervereins Seerhausen im Jahnatal e.V. Er hat in Kleinstarbeit die Bilddokumente in eine Zeichnung übertragen.

Reinhard Schneider baut seit April 2009 an dem Modell. „Es ist wichtig, dass die Kultur unserer Region erhalten bleibt. Und ich habe jetzt Zeit, meinen Teil dazu beizutragen“, so der gebürtige Seerhausener. Er kennt das Schloss noch aus seiner Kindheit. Als es 1949 gesprengt wurde, war er sechs Jahre alt. Auch Dirk Zschoke ist beeindruckt von dem detailgetreuen Modell des Schlosses. Reinhard Schneider wünscht sich, dass das Modell ähnliche Reaktionen bei künftigen Besuchern auslöst. A. Hoppstock, 24. März 2010 (Sächsische Zeitung) [zurück]


Das Palais der Blumen im Großen Garten - mit Seerhausener Kunst

Im Palais im Großen Garten in Dresden endete eine Floristikschau, zu der 27000 Pflanzen erblühten und in der die Plastiken aus dem Seerhausener Schloßpark eine nicht unwesentliche Rolle spielten.
Blühende Landschaften im Sommerpalais des Großen Gartens: Die Floristikschau "Dresdner Frühling im Palais" schloß am 14. März ihre Pforten. Wenn sich der Winter draußen schon nicht vertreiben lässt, so die Idee der Veranstalter, sollen Besucher wenigstens im barocken Ambiente des Hauses auf Frühlingsgedanken kommen.

Barock war auch das Thema der Ausstellung. Die Besucher sollten zu Reisenden werden, die sich durch eine Gartenlandschaft des 17. und 18.Jahrhunderts bewegen. Entworfen wurde alles von der Dresdner Landschaftsarchitektin Angela Schüler. Sie gab jedem Raum ein eigenes Thema, das durch Akustik, Farb- und Lichtspiele charakterisiert wird. Außerdem symbolisierte die Reihenfolge der Räume die verschiedenen Stationen der Reise.
Sie begann mit einem Besuch am anmutigen Glasperlensee. Der war mit Uferpflanzen, bewachsenen Skulpturen und einer großzügigen Tulpenwiese geschmückt. Als Nächstes ging es im Göttersaal mit einem Vulkan heiß her. Die blütenweiße Azaleengrotte des Frühlingsgottes Apollon bot die nötige Abkühlung. Nach einer schummrigen Vollmondnacht begann mit dem Morgenrot von Hyazinthen und Narzissen der zweite Reisetag im Obergeschoss. Hier erlebte der Besucher einen bezaubernden Frühlingstag in einem typisch barocken Garten. Da durfte natürlich auch ein Springbrunnen im Zentrum nicht fehlen. Beendet wurde die Reise mit einem üppigen floristischen Bankett. Angela Schüler ließ sich für ihre Ausstellung vom typisch barocken Stil des Großen Gartens inspirieren. "Das florale Design des Palais schrie mich förmlich an, hier etwas zu machen", sagt die 46-Jährige. Es ist ihre erste Hallenausstellung. Doch als bloße Halle sah sie das Palais keineswegs. Deshalb versuchte sie, eine Einheit von Ausstellung und dem alten Charme des Palais zu finden.

Eine der barocken Vasen aus dem Schloßpark von Seerhausen war Teil der Ausstellung.

Rund 27000 Pflanzen waren zur Frühlingsausstellung zu bewundern. Die meisten davon wurden im Herbst in verschiedenen Gärtnereien gepflanzt, damit sie pünktlich zu Ausstellungsbeginn blühen. Durch den langen Winter konnten allerdings viele der bestellten Blumen nicht geliefert werden. So musste umgeplant und auf andere Gewächse zurückgegriffen werden. Aufgebaut wurde alles innerhalb von drei Tagen. Insgesamt 36 Gartenbaubetriebe waren daran beteiligt, die etwa 1700 Quadratmeter große Fläche zu schmücken. Veranstalter war der Landesverband Gartenbau Sachsen e.V.
Das Sommerpalais wurde 1683 von Johann Georg Starcke als Lusthaus für den Dresdner Hof erbaut. 1828 fand hier die erste Blumen- und Früchteschau statt, die viele weitere Pflanzenausstellungen mit sich zog. Besonders zu DDR-Zeiten herrschte hier Hochkonjunktur.
Im Saal des Apollon führten übrigens die vier Sandsteinhermen aus dem Schloßpark Seerhausen die Regie. Umrahmt von weißen Azaleen und mit blauem Licht umspielt sorgten sie für die notwendige Stimmung in der barocken Grotte. Bleibt zu wünschen, dass diese Kunstwerke gemeinsam mit dem Chronos von Balthasar Permoser zukünftig wieder ihren Weg in den Schloßpark von Seerhausen finden. [zurück]

Eine der vier Hermen aus unserem Schloßpark, die den Saal des Apollon schmückten. Die abgebildete Herme stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und wird Gottfried Knöffler (1715-1779) zugeschrieben. Wer mit dieser Herme dargestellt wird, ist nicht sicher, Wissenschaftler sind der Meinung, dass das Gesicht Ähnlichkeit mit Bildnissen des griechischen Komödiendichters Menander aufweist.


Arnos Bierstübel eröffnet!

Am 5. Februar hat "Arnos Bierstübel" in der ehemaligen Parkgaststätte eröffnet. Wir wünschen alles Gute und immer ein volles Haus!

Lagerfeuer und Nachtturnier des SV Seerhausen
Am Freitag, den 22. Januar 2010, erlebte der Ort Seerhausen anlässlich der 840. Jahresfeier die ersten beiden Höhepunkte in diesem Jahr. Durch den SV Seerhausen wurde ein Lagerfeuer (Verbrennung der Seerhausener Weihnachtsbäume) sowie ein Nachtturnier mit mehreren Fußballmannschaften organisiert. Das Interesse an beiden Veranstaltungen war "überraschend" groß. Im Vorfeld meldeten sich 12 Freizeitmannschaften an. Es konnte aber nur 6 Mannschaften die
Teilnahme zugesagt werden, da auf Kleinfeld (Flutlicht) gespielt wurde. Zum Leidwesen der andern interessierten Mannschaften sagte dann aber die Mannschaft des SV Stauchitz noch ab, aber es war bereits zu spät für die Planung. Somit wurde das Turnier mit 5 Mannschaften durchgeführt. Souveräner Sieger des Turniers wurde die Mannschaft aus Canitz. Sie gewann alle ihre Spiele. Die anderen teilnehmenden Mannschaften hatten am Turnierende jeweils 4 Punkte auf ihrem Konto. Deshalb musste am Schluss die Tordifferenz bzw. das Spiel gegeneinander entscheiden. Der SV Seerhausen siegte im letztem Spiel mit 1 : 0 gegen die AH des TSV Stahl Riesa und wurde dadurch Turnierzweiter. Die AH des TSV Stahl Riesa erreichte den dritten Platz. Vierter wurde die Mannschaft "Pille Palle". Auf Grund der meisten Gegentreffer wurde die Mannschaft "Kaufhalle" aus Riesa leider nur fünfter.
Die Austragung dieses Turniers stand noch bis 10 Uhr des 22. Januar auf Grund der Platzverhältnisse in Frage. Doch mit Hilfe der eingesetzten Technik von Jürgen Leuschke wurde der Platz "bespielbar" gemacht.
Am Ende des Turniers erhielt jede teilnehmende Mannschaft einen Pokal. Diese Pokale wurden durch Frank Kirbach aus Seerhausen gesponsert. Des weiteren wurden die drei besten Torschützen (alle 3 Torschützen waren aus der Mannschaft von Canitz) ausgezeichnet. Für den besten Torschützen gab es einen Gutschein für 2 Eintrittskarten für die Eishockeymannschaft der "Lausitzer Füchse". Die beiden anderen Torschützen erhielten eine "gute Flasche" Rotwein aus der Pension "U Studny" aus Harrachov/Tschechien.
Im Rahmen bzw. als Ergebnis der beiden durchgeführten Veranstaltungen wurde der "Igelbande" aus dem Kindergarten von Seerhausen durch den Sportverein ein Betrag in Höhe von 100,00   überreicht.
Auf Grund der großen Resonanz plant der SV Seerhausen diese beiden Veranstaltungen auch in den kommenden Jahren wieder durchzuführen.
Peter Rosenkranz
Abt.-Leiter Fußball [zurück]

6. Weihnachtsmarkt an der Schloßkapelle
Da die Vorsitzende der Heimatgruppe Seerhausen kurz vor Jahresende 2009 das "Handtuch warf" und den Verein verließ sowie weitere Mitglieder den Verein verlassen wollten, stand die Durchführung des Weihnachtsmarktes auf der "Kippe". Durch Initiative eines langjährigen Mitgliedes der Heimatgruppe wurden mehrere Gespräche mit ehemaligen Mitgliedern der Heimatgruppe sowie dem SV Seerhausen geführt, damit diese Veranstaltung und somit auch die Tradition weiter geführt werden.
Der Weihnachtsmarkt an der Schlosskapelle war dann wieder einmal der letzte "Höhepunkt" im Jahr 2009 für den kleinen Ort Seerhausen. Viele Einwohner von Seerhausen und den umliegenden Ortschaften besuchten unseren Markt. Bei Glühwein, Bratwurst und "Kräppelchen" konnte man dann mal wieder miteinander "quatschen". Des weiteren nutzen mehrere Besucher die letzte Gelegenheit, kleine Geschenke für das Weihnachtsfest zu erwerben. Somit waren sich am Schluss alle einig, dass man sich beim 7.Weihnachtsmarkt im Jahr 2010 wieder treffen sollte.
Im Rahmen der Auswertung sowie des Ergebnisses des durchgeführten Weihnachtsmarktes und in Richtung des weiteren Bestehens der Heimatgruppe Seerhausen traten ehemalige Mitglieder wieder in den Verein ein.
Nochmals ein Dankeschön für die Unterstützung des Weihnachtsmarktes an die Fußballer und Fußballerinnen Sindy Zimm, Göran Schulze, Dagmar und Frank Kulas, Andrea Rosenkranz sowie Gisela Schumann und Ruth Gasch und alle Mitglieder der Heimatgruppe Seerhausen e.V.
Peter Rosenkranz
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Weihnachtsfeier der Igelbande in der Traditionsschmiede Seerhausen
Wie schon im letzten Jahr machten wir uns am 22. Dezember auf den Weg, den Weihnachtsmann zu suchen. Vorbei an vielen geschmückten Häusern in unserem Dorf klopften wir als erstes bei der Feuerwehr. Doch keiner öffnete uns. Weiter ging's - und gar nicht weit - gleich nebenan öffnete sich die Tür zur Schmiede. Dort erwartete uns schon Eberhard Gruhle. Er zeigte uns als erstes sein Handwerk und schmiedete für die "Igelbande" ein tolles Herz. Staunende Blicke aus 17 Paar Kinderaugen waren ihm dafür
gewiss. Nach der Vorführung am offenen Schmiedefeuer bekamen unsere rotbezipfelten Kinder Besuch vom Weihnachtsmann. Dieser brachte für alle Geschenke mit. Im neuen Jahr können wir uns nun beim ersten Saunabesuch mit neuen Massagerollern richtig verwöhnen. Als Abschluss ließen wir uns am gedeckten Kaffeetisch noch leckere Plätzchen und Kräppelchen schmecken. Vielen Dank Familie Schindler, dem Förderverein Seerhausen, Herrn Gruhle und natürlich dem Weihnachtsmann, für die gelungene Feier.
Heike Sorgatz und Ilka Grünberg [zurück]

Die Kinder der Kita "Igelbande Seerhausen" überraschen Omas und Opas
Für den 23. November hatten die Kinder und Erzieher der Igelbande wieder zum traditionellen Oma-Opa-Tag eingeladen. Die Kinder studierten ein buntes Programm mit Tanz, Spiel und Gesang ein und gaben sich große Mühe bei der Aufführung. Die kleinen "Künstler" eroberten sich mit ihren lustigen Darbietungen die Herzen der Großeltern. Nach dem Programm überreichten die Mädchen und Jungen voller Stolz ein selbst gebasteltes Geschenk. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken kam eine gemütliche,
vorweihnachtliche Stimmung auf.

Den Erzieherinnen Frau Grünberg und Frau Sorgatz möchten wir für die tolle Gestaltung des Oma-Opa-Tages recht herzlich danken. Ihnen ist es gelungen, alle Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren in das Programm mit einzubeziehen, das war sicherlich keine leichte Aufgabe. In diesem Zusammenhang möchten wir erwähnen, dass die Erzieherinnen beispielhaft im Laufe des gesamten Jahres 2009 einen großen Beitrag für die frühkindliche Bildung und Erziehung unserer Enkelkinder geleistet haben. Das wurde deutlich bei dem Portfolio der durchgeführten Projekte, z.B. das Erkunden unserer Dorfes und der Tier- und Pflanzenarten des Jahnatals. Wir wünschen für das Jahr 2010 viele kreative Ideen, interessante Projekte und Spaß und Freude bei der Umsetzung.

Gisela Möbius, Rosemarie Gühne [zurück]


Neben der Trasse der neuen B 169 bei Seerhausen und Groptitz fanden Dresdner Archäologen Spuren aus der Bronzezeit.
Spektakulär seien die Befunde, die Archäologen entlang des zweiten Bauabschnittes der Bundesstraße 169 zwischen Riesa und Seerhausen fanden. Das meinte Grabungsleiter Michael Strobel vom Dresdner Landesamt für Archäologie. Seit Anfang August untersuchten er und sechs Mitarbeiter den Untergrund der Straße. Bis vergangene Woche buddelten sie vorrangig Keramikgefäße und -scherben aus der Bronzezeit aus. "Alles andere erhält sich nicht über die lange Zeit", sagte Strobel. Holzpflüge, Knochen, oder Kleidungsstücke würden schon längst zerfallen sein.

Die Fundstücke seien etwa 3000 Jahre alt und werden gerade im Dresdner Institut gereinigt und untersucht und in den nächsten Monaten ausgewertet. Das Besondere an den Funden sei, so Stro-bel, dass sie eindeutig bestimmte Siedlungsmuster der Menschen in der Bronzezeit widerspiegelten. Anhand der Fundstücke und Bodenverfärbungen könne man auf die damaligen Wohnhäuser schließen. "Die Menschen lebten kleinräumig konzentriert auf Gehöften, sogenannten Weilern", sagte Strobel. Das sind Siedlungen mit wenigen Gebäuden. Dies schlossen sie aus den verschieden gefärbten Böden, die Rückstände uralter Holzpfähle und Müllgruben mit Keramiken enthielten. Diese Weiler fanden sie im Abstand von 400 bis 600 Metern zueinander. Ein Zeichen dafür, dass die Menschen damals die Weiler verließen und in die Nachbarschaft zogen, wenn sie die nahen Weiden und Äcker abgewirtschaftet hatten und das Brennholz zur Neige ging. Und noch eine Besonderheit der Bronzezeit zeigte sich. Von etwa 1200 bis 500 vor Christus siedelten die Menschen auch flussfern zwischen Döllnitz und Jahna. Das große Bevölkerungswachstum damals zwang sie auch zu diesen unwirtlicheren Wohnplätzen. Das wisse man von anderen Grabungen in Sachsen, so Strobel.

K. Deider, 23. Dezember 2009, (Sächsische Zeitung) [zurück]