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In
diesem baulichen Zustand verblieb das Schloß bis zum Ende
des zweiten Weltkrieges. Beim Vorrücken der russischen Truppen
aus Richtung Riesa auf Seerhausen wurde das Schloß von einer
Granate getroffen. Das Gebäude selbst nahm keinen großen
Schaden. Lediglich das Glasdach über dem Schloßhof
wurde zerstört. Dies allerdings hatte fatale Folgen für
viele wertvolle Kunstgegenstände im Schloß, die zu
großen Teilen im Innenhof aufgestellt und aufgehangen waren.
Da sich niemand um die Reparatur des Glasdaches kümmerte,
wurden durch eindringenden Regen viele wertvolle Kunstgegenstände
vernichtet.
Ab
Sommer 1945 versuchten Mitarbeiter der Staatlichen Museen des
Freistaates Sachsen die Kunstgegenstände aus dem Schloß
Seerhausen zu bergen. Augenzeugen berichten, dass einige Wagen
mit Bildern und anderen wertvollen Gegenständen nicht Richtung
Bahnhof Riesa (und dann nach Dresden) sondern Richtung Oschatz
unterwegs waren. Unterlagen über diese Aktionen sind bis
heute nicht auffindbar. Es sollen allerdings viele Serhausener
in dieser Zeit Möbel, Kunst- und Gebrauchsgegenstände
aus dem Schloß geholt haben.
Eine
Vorstellung davon, was die Bewohner des Schlosses zu dieser Zeit
durchmachen mussten, vermittelt ein Bericht
von Thomas Freiherrn von Fritsch-Seerhausen.
Am
25. März 1949 wurde das Schloß gesprengt. Warum, dazu
lesen Sie den Beitrag zur Ausstellung
"60 Jahre Schloßsprengung".
Heute
erinnert lediglich ein "Grabstein" an das Schloß.
Dem Ort und auch dem Park fehlt dieses monumentale Gebäude.
Hoffen wir, dass es irgendeinmal wieder an seinem Platz steht.
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