Schloßpark

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Seerhausens Park reicht vom Alter her vermutlich bei weitem nicht an den wohl ältesten sächsischen Park in unmittelbarer Nachbarschaft - in Ragewitz - heran. Der erste bekannte Nachweis für die Existenz eines Gartens in Seerhausen stammt aus dem Jahr 1695. Hanns Augustus Nienborg hatte in diesem Jahr für den damaligen Schloßherrn Christoph Dietrich von Bose den Jüngeren eine Aufmessung von Schloß, Garten und Wirtschaftsgebäuden angefertigt. Die Pläne befinden sich heute im Hauptstaatsarchiv in Dresden. Allgemein wird angenommen, dass dieser Christoph Dietrich Freiherr von Bose den Park Seerhausen angelegt hat. Diese Vermutung rührt aus der vorgenannten Aufmaßzeichnung des Parks und Schloßes in Seerhausen her. Es scheint aber eher wahrscheinlich, dass der Park schon unter der Familie von Schleinitz angelegt wurde. Zumindest schien von Bose großes Interesse am Schloßgarten in Seerhausen zu haben. Der zum damaligen Zeitpunkt im holländischen Stil angelegte Park hatte schon fast seine heutige Größe. Nach den Recherchen von Dirk Wehlich von der Schlösserverwaltung Dresden wurde im Jahre 1705 die von Balthasar Permoser geschaffene Statue "Chronos" im Park aufgestellt. Ein Werk von Permoser, den Hofbildhauer Augusts des Starken, zu besitzen, war seinerzeit eine imposante Sache. Von Bose war offensichtlich auch ein großer Pflanzenliebhaber. So züchtete er in seinem Park eine Aloe, deren Blüte damals in Sachsen sehr berühmt war. Der Fürstlich-Naßau-Saarbrückische Leibmedicus Daniel Wilhelm Triller war seinerzeit in Seerhausen zu Gast und verfasste zu dieser blühenden Aloe ein recht umfangreiches Gedicht.

1728 kam das Rittergut Seerhausen an den Chursächsischen Konferenzminister Freiherrn von Fitsch. Er ließ den Park im barocken Stil seiner Zeit umgestalten. Die Lindenallee nach Westen wurde angelegt und der Lauf des Mühlgrabens angepasst. Der Schloßspiegel entstand. Freiherr von Fritsch ließ die Hermen von Cicero, Horaz und Tacitus und anderen Vertretern der antiken Kultur aufstellen. Einen Eindruck des Parks nach dieser Umgestaltung vermittelt der Plan von Joh. Fried. Rudolph Möstel vom 4. Juni 1771.

wird fortgesetzt!

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